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Die Krise als Chance: Städtische Mobilität in der Zeit nach Corona

Policy | May 22, 2020 | Share 

Foto: © Peter Broytman, via Deutsches Institut für Urbanistik

 

Die aktuelle Corona-Pandemie wird die Mobilität in den Städten nachhaltig verändern. Dies wird gleichermaßen Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten wie auch die Infrastruktur haben. Viele Experten gehen davon aus, dass individuelle Mobilität ein neues Hoch erleben wird. Doch wie kann man verhindern, dass Menschen aus dem ÖPNV in den privaten PKW wechseln? Wie kann man die Fahrradinfrastruktur (PopUp-Bikelanes) auf den zu erwartenden Anstieg vorbereiten? Welche Rolle werden Sharing-Konzepte spielen?

 

Um Antworten und Lösungsansätze für diese Fragen zu finden, hat Lime am 12. Mai in Deutschland erstmals ein interaktives Webinar veranstaltet. Die einstündige Veranstaltung brachte ausgewählte Vertreter der städtischen Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und der Industrie aus ganz Deutschland zusammen, um über neue Konzepte der städtischen Mobilität in der Zeit während und nach Corona zu diskutieren.

 

Ein Blick auf die Straßen zeigt, dass individuelle Fortbewegungsmittel - vor allem das eigene Auto und das Fahrrad - die Gewinner der aktuellen Krise sind. Zu diesen Erkenntnissen kommen unterschiedliche Studien und Analysen weltweit, wie auch eine aktuelle DLR-Befragung, die untersucht, wie sich die Coronakrise auf das Mobilitätsverhalten der deutschen Bevölkerung auswirkt.

 

Doch jede Krise birgt auch eine Chance. Motiviert durch die Corona-Pandemie, denken viele Städte auf der ganzen Welt gerade ihre Verkehrsstrategie neu. Um den Mindestabstand zu ermöglichen, werden Fahrbahnen zu Fahrradspuren und Fußwege werden verbreitert. Ein Pionier auf diesem Feld ist Felix Weisbrich, Leiter des Straßen- und Grünflächenamtes Friedrichshain-Kreuzberg in Berlin. Er und seine Verwaltung machen gerade weltweit Schlagzeilen. In der Rekordzeit von nur zehn Tagen wurde durch agiles Verwaltungshandeln eine pandemieresiliente Infrastruktur geschaffen. Mit der Einführung von “Pop-up-Bikelanes” wurde ein weitläufiges System von Fahrradstreifen geschaffen und damit die dringend benötigte Infrastruktur, um sicher mit dem Fahrrad oder E-Scooter durch die Stadt zu kommen. Ein Ansatz, der gerade in vielen Städten weltweit Schule macht: So wurden in New York, Vancouver, Mexico City und Budapest beispielsweise autofreie Nebenstraßen zugunsten des Fuß- und Radverkehrs eingerichtet. Felix Weisbrich bleibt bescheiden und macht auch anderen Städten und Kommunen in Deutschland Mut: “Das beschleunigte Verfahren ist kein Hexenwerk und ist keine Zauberkunst! Man braucht Ressourcen, eine rechtliche Grundlage, eine kooperative Grundhaltung sowie ein gemeinsames Willensbekenntnis, um als Verwaltung in einer Dringlichkeitslage eine bestehende Rechtslage umzusetzen.” Die politische und rechtliche Legitimation für den Bau der Radverkehrsanlagen ist gegeben und die Grundlage für die Umsetzung bildet das vom Abgeordnetenhaus verabschiedete Berliner Mobilitätsgesetz.
Der Leiter des Straßen- und Grünflächenamtes Friedrichshain-Kreuzberg zeigt sich zudem optimistisch bezüglich der wachsenden Akzeptanz, denn eines stellt er klar: “Wir haben den Auftrag, das Mobilitätsgesetz umzusetzen: Die Radwege sind gekommen, um zu bleiben. Denn die Infrastruktur ist provisorisch, aber nicht temporär und ein klares Zukunftskonzept für resiliente Stadtentwicklung.” Seine Vision für Berlin nach der Corona-Pandemie: Nach Kopenhagen und Amsterdam soll Berlin als neue Rad-Hauptstadt etabliert werden.

 

Auch Dr. Sophia Becker, Leiterin der Forschungsgruppe EXPERI, IASS Potsdam sieht “Corona als Chance für die Verkehrswende”. Sie hat in einer Online-Befragung 1.661 Berlinerinnen und Berliner zu den Vor- und Nachteilen der Pop-Up-Radwege befragt. Neben einer verbesserten Verkehrssicherheit und Zeitersparnis wurde von den Befragten immer wieder gelobt, dass die Radwege mehr Platz bieten und es damit auch einfacher machen, Abstand zu halten. Für die Zeit nach der Pandemie fordert die Expertin: “Radwege sicher auszubauen, den öffentlichen Nahverkehr zu flexibilisieren und das Auto mit flächendeckender Parkraumbewirtschaftung konsequent zurückzudrängen!”

 

Mehr Raum für Radfahrer und Fußgänger zu schaffen wird derzeit nicht nur in Friedrichshain-Kreuzberg diskutiert, denn der Raum in Städten ist bekanntermaßen begrenzt. Auch in der Friedrichstraße wird es bald zu größeren Veränderungen kommen, denn die beliebte Einkaufsstraße wird ab dem Sommer für sechs Monate zur Flaniermeile. Dr. Stefan Lehmkühler vom Verein Changing Cities hat das Konzept für eine neu gestaltete autofreie Friedrichstraße entwickelt, welches nun von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz umgesetzt wird. Auch, wenn es zuletzt ruhiger wurde in der belebten Friedrichstraße, die üblichen Touristenströme in Richtung Checkpoint Charlie ausgeblieben sind und auch der Lieferverkehr deutlich abgenommen hat - man spürt die Vorfreude auf die Umsetzung des Pilotprojektes im Herzen Berlins. In der Testphase wird der Straßenraum provisorisch umgestaltet, d.h. die Gehwege werden auf beiden Straßenseiten deutlich verbreitert werden. In der Straßenmitte sollen E-Scooter- und Fahrradfahrer eine insgesamt fünf Meter breite Fahrspur bekommen. Zudem hat Lime anonymisierte Nutzerdaten zur Verfügung gestellt auf deren Grundlage zielgenau Abstellflächen für E-Scooter und Leihräder geschaffen werden. Und grüner wird es: Eine temporäre Begrünung mit Baumtöpfen soll nicht nur die Mobilitätswende beschleunigen, sondern auch die Friedrichstraße klimaresilienz und mehr Passanten und Anwohner zum Verweilen einladen. Ein wichtiger Schritt und wegweisendes Projekt für eine “People First City”.

 

Vor großen Herausforderungen stehen wegen der Krise alle öffentlichen Verkehrsmittel. Ob Nahverkehr, Fernverkehr, Carsharing oder Flugzeug: Die Nachfrage ist zumindest vorübergehend eingebrochen, und gleichzeitig gibt es wegen Corona im Moment Vorbehalte gegen die Nutzung öffentlicher Mobilität. Sarah Göhler, Programmleiterin Sharing & Pooling bei den Stadtwerken München, lässt sich davon jedoch nicht beirren. Sie glaubt daran, dass die Fahrgäste zurückkommen und setzt verstärkt auf Multimodalität, um die ÖPNV-Nutzung noch attraktiver zu machen. Die MVG stärkt dabei ihre Rolle als der Mobilitätsintegrator Münchens und bietet zeitlich und räumlich flexible Mobilität als Alternative zum eigenen PKW an. Neben dem Angebotsausbau, wie zum Beispiel dem MVG IsarTiger, dem Ridepooling-Angebot der MVG für München, spielen auch Mobilitätsstationen als Bündelungspunkte eine wichtige Rolle. Denn so kann jeder zuverlässig jederzeit das passende Mobilitätsangebot für seine persönliche Situation und individuellen Bedürfnisse finden und nutzen. Was sich Sarah Göhler im Moment und für die Zukunft wünscht? Noch mehr Maßnahmen und Unterstützung vom Staat, denn die Öffis werden immer das Rückgrat des ÖPNV bleiben - gemäß des Mobilitätsversprechens “zuverlässig, überall und jederzeit”!

 

Vor welchen Herausforderungen stehen die Städte und Kommunen in einer Zeit „nach Corona“?

Als Leiterin Fahrradakademie am Deutschen Institut für Urbanistik sieht Dagmar Köhler es als Aufgabe der Städte und Kommunen pandemieresiliente und nachhaltige Mobilität zu ermöglichen. Der aktuell krisen-reduzierte Kfz-Verkehr ist ideal, um die Bedingungen für den Radverkehr kurzfristig zu verbessern. In  Politik, Verwaltung und Stadtbevölkerung ist das Bewusstsein gestiegen, dass Zufußgehende und Radfahrende in der Stadt mehr Platz brauchen. Expertin Dagmar Köhler sieht eine „Once in a life time“-Gelegenheit für Veränderung, in der Städte wie Berlin und Wien als Ideengeber und Innovatoren dienen. Für sie ist es jetzt an der Zeit, dass Städte und Kommunen Stellung beziehen zur Frage: Welche Stadt wollen wir? Die Krise ist auch eine Chance, dass mehr Menschen auf nachhaltigere Verkehrsmittel wie das Fahrrad umsteigen. Infrastrukturmaßnahmen sind nicht das einzige, aber ein äußerst wirkungsvolles Instrument. Städte, Gemeinden und Landkreise sind gut beraten, das Fahrrad als resilientes, krisenfestes Verkehrsmittel zu fördern und nachhaltige Mobilität mit sicherem Fuß- und Radverkehr zentral in Pandemie-, Exit- und Entwicklungsplänen zu verankern. Informationen, Webinare und Updates gibt es laufend unter nrvp.de/corona

 

Dass der gestiegene Bedarf für den Ausbau einer pandemieresilienter Infrastruktur nicht nur Fahrradfahrer betrifft, weiß auch Fabian Ladda, Director Public Policy bei Lime. Genau wie das Fahrrad bieten E-Scooter eine Mobilitätslösung für diejenigen, die in der aktuellen Situation auch ohne eigenem Auto sicher von A nach B kommen wollen. Und die Zahl der E-Scooter-Nutzern wird steigen: Eine aktuelle Auswertung zeigt, dass sich die Nachfrage nach Elektrorollern in Südkorea, einem Land, in dem Lime auch während dem Corona-Ausbruch nicht pausiert hatte, wieder steigt und inzwischen mehr Fahrten verbucht als vor dem Ausbruch des Virus. 

 

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“Unseren aktuellen Erfahrungen mit der Reaktivierung unserer E-Scooter-Flotten in deutschen und europäischen Großstädten zeigen, dass der Bedarf nach individuellen Mobilitäsoptionen wieder steigt”, weiß der Mobilitätsexperte. Doch nicht nur mehr, sondern auch längere E-Scooter-Fahrten sind zu erwarten. Eine Datenanalyse zeigt, dass die Fahrten mit den Lime-Scootern nach der Pause im Schnitt 25% länger sind als im Vergleichszeitraum vor der Pandemie. “Das Nutzerverhalten von Mikromobilität wird sich in den Städten in den kommenden Wochen und Monaten verändern und auch wir bei Lime empfinden die Krise als Chance uns zu etablieren - als verlässlicher Partnern für die Städte, als zuverlässige Mobilitätslösung für die Bewohner und als Baustein der Mobilität der Zukunft”, prognostiziert Fabian Ladda zuversichtlich.

 

Das Webinar war das erste seiner Art in Deutschland und bildete den Auftakt einer Serie von kommenden Online-Veranstaltungen. Das US-amerikanische Webinar mit dem Titel “Preparing for the day after: How can micromobility get communities moving post-COVID?” können Interessierte hier ansehen und nachlesen. Weitere Termine für Webinare in Deutschland werden in Kürze bekannt gegeben.

 

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English Version

 

Urban Mobility Post COVID-19

The current coronavirus pandemic will change urban mobility in the long term. This will have an impact on mobility behavior as well as city infrastructure. Many experts agree that individual mobility will experience an increased demand. But how can you prevent people who use public transport from switching to private cars? How can we prepare the bicycle infrastructure (PopUp-Bikelanes) for the expected increase? What role will sharing mobility and infrastructure concepts play?

 

To discuss solutions to these questions, Lime held an interactive webinar in Germany for the first time on May 12th. The one-hour event brought together selected representatives of city administration, civil society, science and the mobility industry from across Germany to discuss new concepts of urban mobility during and after COVID-19.

 

A look at the streets shows that individual means of transportation - especially your own car and bicycle - are the winners of the current crisis. In addition to these findings, there are various studies and analyses worldwide, as well as a current DLR survey that examines how the corona crisis affects the mobility behavior of the German population.

 

With every crisis holds an opportunity. Motivated by the coronavirus pandemic, many cities around the world are rethinking their traffic strategy. In order to allow for increased physical distancing, roadways to bicycle lanes and footpaths are being widened. A pioneer in this field is Felix Weisbrich, head of the Friedrichshain-Kreuzberg Road and Green Area Office in Berlin. He and his administration are making headlines worldwide. In a record time of just ten days, a pandemic-resilient infrastructure was created through agile administrative actions. With the introduction of “pop-up bike lanes”, an extensive system of bicycle lanes was created, and with it the much-needed infrastructure to get safely through the city by bicycle or e-scooter -an approach that is particularly popular in many cities around the world.  As an example, car-free side streets have been set up in favor of pedestrian and bicycle traffic in New York, Vancouver, Mexico City and Budapest. Felix Weisbrich is encouraging other cities and municipalities in Germany: “The accelerated process is not rocket science and is not magic! You need resources, a legal basis, a cooperative basic attitude and a common declaration of will to implement an existing legal situation as an urgent administration.”  The political and legal legitimacy for the construction of the bicycle traffic facilities is given and the basis for the implementation is the Berlin Mobility Act passed by the House of Representatives.  The head of the road and green space office Friedrichshain-Kreuzberg is also optimistic about the growing acceptance, because he makes one thing clear: “We have the mandate to implement the Mobility Act: the bike paths have come to stay.” His vision for Berlin is to establish the city (after Copenhagen and Amsterdam) as the new cycling capital post pandemic.   

 

Dr. Sophia Becker, head of the EXPERI research group, IASS Potsdam sees “Corona is an opportunity for the traffic turnaround.” In an online survey, she asked 1,661 Berliners about the advantages and disadvantages of the pop-up cycle paths. In addition to improved traffic safety and time savings, respondents repeatedly praised that the bike paths offer more space and thus make it easier to keep your distance. Post pandemic, the expert demands: "Safely expand cycle paths, make local public transport more flexible and consistently push back the car with extensive parking management!"

 

Major changes will soon also take place in Friedrichstrasse, as the popular shopping street will be a promenade for six months from summer. Dr. Stefan Lehmkühler from the Changing Cities association developed the concept for a redesigned car-free Friedrichstrasse, which is now being implemented by the Senate Department for the Environment, Transport and Climate Protection. Even though it has recently become quieter in the lively Friedrichstrasse, the usual tourist flows towards Checkpoint Charlie have failed to materialize and delivery traffic has also decreased significantly - you can feel the anticipation of the pilot project being implemented in the heart of Berlin. In the test phase, the street space is provisionally redesigned and the sidewalks will be significantly widened on both sides of the street. In the middle of the street, e-scooters and cyclists should get a lane five meters wide. In addition, Lime has made anonymous user data available, on the basis of which targeted storage spaces for e-scooters and rental bikes are created. And it is only getting greener: temporary greening with tree pots should not only accelerate the turnaround in mobility, but also invite Friedrichstrasse to be climate resilient and invite more passers-by and residents to linger. An important step and groundbreaking project for a “People First City”.

 

All public transport is facing major challenges because of the crisis. Whether local transport, long-distance transport, car sharing or plane: demand has temporarily slumped and at the same time there are reservations about the use of public mobility because of coronavirus. Sarah Göhler, Program Manager Sharing & Pooling at Stadtwerke München, is not deterred by this. She believes that the passengers will come back and will increasingly rely on multimodality to make public transport use even more attractive. The MVG is strengthening its role as Munich's mobility integrator and offers flexible time and space mobility as an alternative to owned cars.  She believes everyone can reliably find and use the right mobility offer for their individual needs at any time. What Sarah Göhler wants at the moment and for the future? Even more measures and support from the state because public transport will remain the backbone of public transport - in accordance with the mobility promise of reliability, anywhere and anytime!

 

What challenges are the cities and municipalities facing after COVID-19? As head of the bicycle academy at the German Institute for Urban Studies, Dagmar Köhler sees this moment as a task for cities and municipalities to make pandemic-resilient and sustainable mobility possible. The current crisis reduced vehicle traffic is ideal to improve the conditions for cycling in the short term. Politicians, administrators and city dwellers have become increasingly aware that pedestrians and cyclists need more space in the city. Expert Dagmar Köhler sees a once in a lifetime opportunity for change, in which cities like Berlin and Vienna serve as ideas and innovators. It is now time for cities and municipalities to take a stand on the question: which city do we want? The crisis is also an opportunity for more people to switch to more sustainable modes of transport such as bicycles. Infrastructure measures are an extremely effective tool. Cities, municipalities and counties are well advised to promote the bicycle as a resilient, crisis-proof means of transport and to anchor sustainable mobility with pedestrian safety and development plans. Information, webinars and updates are continuously available at nrvp.de/corona.

 

Fabian Ladda, Director Public Policy at Lime, also knows that the increased need to expand a pandemic-resilient infrastructure does not only affect cyclists. Just like the bicycle, e-scooters offer a mobility solution for those who want to get safely from A to B in the current situation even without an owned car. And the number of e-scooter users will increase: a current evaluation shows that the demand for electric scooters in South Korea, a country in which Lime did not paused even during the Corona outbreak, is increasing again and is now booking more trips than before the outbreak of the virus.

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"Our current experience with reactivating our e-scooter fleets in major German and European cities shows that the need for individual mobility options is increasing again," says the mobility expert. And not only more, but longer e-scooter trips can be expected. A data analysis shows that the trips with the Lime scooters after the break are on average 25% longer than in the comparison period before the pandemic. “The user behavior of micromobility will change in the cities in the coming weeks and months.  At Lime, we see the crisis as an opportunity to establish ourselves - as a reliable partner for the cities, as a reliable mobility solution for the residents and as a component of the mobility of Future,” Fabian Ladda predicts confidently.

 

The webinar was the first of its kind in Germany and started a series of upcoming online events. The US webinar entitled “Preparing for the day after: How can micromobility get communities moving post-COVID?” Interested parties can view and read here. Further dates for webinars in Germany will be announced shortly.

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